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Sonntag, 6. Januar 2013

Neue Produkte oder neue Probleme?

Kennen Sie das Buch "Der göttliche Ingenieur"? Kernthese ist, das Ingenieure grundsätzlich nicht Probleme lösen (was sie selbst meinen), sondern durch vermeintliche Lösungen erst Probleme schaffen. Ein Beispiel: Kernenergie wurde mal propagiert als Lösung sämtlicher Energieprobleme der Menschheit. Ja, es sollte zukünftig sogar kostenlose Energie für alle geben, sauber und sicher. Nun ja, das Ergebnis ist allgemein bekannt und die damit verbundenen Probleme brauchen hier nicht vertieft zu werden. Ein weiteres Beispiel: Tausende angestellte Ingenieure eines der größten Software-Häuser der Welt bringen alle Jahre wieder Problemlösungen der bisher veröffentlichten Betriebssystem-Software. Und schaffen was damit? Genau, neue Probleme. Das ist durchaus nicht fatalistisch gemeint, der Autor selbst ist leidenschaftlicher Computernutzer und "updatet" brav seine Systeme, manchmal sogar mit Freude, weil jetzt endlich ... funktioniert. Aber ist der og. Gedanke nicht ausgesprochen hilfreich? Ingenieur 2.0 sozusagen? Unter dem Begriff der "Technologiefolgeabschätzung" ist das grundlegende Problem ja schon beschrieben worden. Leider aber geht es bei Problemlösungen nur in den seltensten Fällen ausschließlich um Technologie...

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